In dieser ersten Bauetappe lösen wir die veraltete Infrastruktur ab. Bei der Planung der neuen Energiezentrale und Arealverteilung – das technische Herzstück des Seelandheims – wurden die ökologischen Aspekte berücksichtigt und dabei viel Wert auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit gelegt. Wir können unsere Ressourcen schonend einsetzen und übertreffen die geforderten gesetzlichen Vorgaben deutlich.

Teilprojekt InfraStruktur

Übersicht

1 Energiezentrale
2 Arealverteilung

Wohlige Wärme im Winter und kühle Innenräume während der heissen Sommermonate. Zukünftig können wir diesen hohen Komfort unseren Bewohnenden und Mitarbeitenden bieten. Dies sogar äusserst ressourcenschonend. Damit leisten wir unseren Beitrag gegen den Klimawandel – zum Wohl der nächsten Generationen.

 

Mit der Realisierung dieses Teilprojekts reduzieren wir den Ausstoss von CO2 um ganze 70%. Die Energiezentrale erzeugt ca. 80% der Wärme aus erneuerbarer Energie (Holzschnitzel) und ca. 20% aus Erdgas. Somit übertreffen wir die Vorgaben aus dem Energiegesetz des Kantons Bern deutlich. Das aktuelle Energiegesetz schreibt vor, dass für Neubauten ca. 40% der Wärmeenergie aus erneuerbarer Energie gewonnen werden müssen.

Mit einer Kälteanlage können wir ausserdem den sommerlichen Temperaturen entgegenwirken und die Liegenschaften bei Bedarf via Lüftungsanlage und Fussbodenheizung kühlen. Dadurch gewährleisten wir einen optimalen Aufenthaltskomfort für unsere Bewohnenden sowie angenehme Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden. Die integrierte Wärmerückgewinnung der Anlage schont die Ressourcen bestmöglich.

HIGHLIGHTS

  • Umweltfreundliche Energiezentrale mit ca. 80% erneuerbarer Energie
  • Deutliche Reduktion des CO2-Ausstosses
  • Gasanteil nur für Spitzenlast und Sicherheit vorgesehen
  • Lärmemissionen werden reduziert und sind im Heimbetrieb nicht mehr spürbar
  • Überbauung Worbenbad bezieht Wärmeenergie von uns

Mit Energie versorgen

Arealverteilung

Die Arealverteilung versorgt unsere Liegenschaften mit Energie und erhält sie am Leben. Wasser, Wärme, Kälte und Strom werden via Arealverteilung von der Energiezentrale aus in die jeweiligen Liegenschaften geführt. Alle Gebäude auf dem Seelandheim-Areal werden komplett neu an die Arealverteilung angeschlossen. Die Realisierung erfolgt etappenweise und bedingt eine detaillierte Planung der involvierten Spezialisten.


Wissenswertes:

  • Wärmeverteilung und Kälteleitungen mit Brugg Premant Stahlrohr
  • Fernleitungslänge Heizung 2450 m
  • 18 Gebäude werden an der neuen Heizanlage angeschlossen
  • Fernleitungslänge Kälte 1200 m
  • Wasserverbrauch ca. 32 000 m3/a, davon Warmwasser ca.12 000 m3/a
  • Erschliessung Starkstrom mit CFW-EMV-Powerkabel für alle Gebäude
  • Gemeinsamer Mediengraben für die Gewerke Heizung, Kälte, Sanitär, Elektro
  • Profil Mediengraben 2,80 m breit und 1,80 m tief

HERAUSFORDERUNGEN

  • Realisierung während des laufenden Betriebs
  • Logistikwege müssen für Bewohnende, Besuchende und Mitarbeitende immer zugänglich bleiben
  • Ab- und Umhängen diverser Leitungen
  • Transport des Aushubmaterials
  • Abpumpen und Abführen von Grundwasser (Grundwasser ab ca. 0,90 m)

Nachhaltig und umweltfreundlich

Energiezentrale

Die Zentrale wird das neue Herz der Technik im Seelandheim. Sie beheimatet Wärmeerzeugung, Kälteerzeugung wie auch die Elektroverteilung von Stark- und Schwachstrom. Der Standort der Energiezentrale wurde bewusst ausserhalb des Heimbetriebs gewählt. Betriebsabläufe und Lärmemissionen sind somit für Bewohnende, Besuchende und Mitarbeitende kaum wahrnehmbar.


Wissenswertes:

  • Wärmeerzeugung mittels 1×900 kW und 1×550 kW Holzschnitzelkessel
  • Spitzenlastabdeckung und Sicherheit via 2×780 kW Erdgasheizkessel
  • Schnitzelsilo unterirdisch mit 260 m3 Nutzinhalt (Tagesbedarf 35–40 m3)
  • Ca. 19 Silovollfüllungen pro Jahr
  • Jährlicher Schnitzelverbrauch ca. 4900 Sm3/a
  • Energieverbrauch Warmwasser entspricht ca. 250 Einfamilienhäusern
  • Areal-Hauptverteilung Starkstrom 3×400 V / 1200 A und Messeinrichtung

HERAUSFORDERUNGEN

  • Realisierung eines Schnitzelsilos in der Grundwasserzone
  • Etappenweise Energielieferung für die verschiedenen Liegenschaften
  • Koordination der verschiedenen Gewerke
  • Ablösung der alten Erzeugung
Energiezentrale (Ausschnitt EG)

Samuel Etter, Bereichsleitung Infrastruktur

«Der Masterplan – nicht bloss die Realisierung eines Bauprojekts, sondern ein echtes Herzensprojekt.»

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